Spanien von A-Z
Freizeit, Kultur, Alltag
Pelota
Die beliebteste Freizeitbeschäftigung der Basken war in Barcelona 1992 auch olympische Sportart. Ein kleiner harter Ball wird mit Kraft und bloßer Hand, einer Art Lederhandschuh oder einem aus Korb geflochtenen Fangschläger gegen eine Mauer (frontón) geschlagen. Fast jede Idee der Pelotisten wurde beim Squash übernommen, bis auf die zwei Spielfeldhälften und die zwei Mannschaften von zwei bis drei Mann. Die Pelotaris sind größtenteils Profis, die ihre Fähigkeiten auch schon in Argentinien oder Uruguay unter Beweis gestellt haben. Je besser und erfolgreicher, desto deformierter die Schlaghand! Hier könnt Ihr schon mal üben: www.2nd-universe.com.
Stierkampf
Die frühesten Zeugnisse stammen aus dem 13. Jahrhundert. Erst seit 200 Jahren aber wird der ursprünglich adlige Sport vom Volk, dann von Berufskämpfern ausgeübt. Seither gelten die heutigen Regeln. Corridas finden während der Fería und anderer Feste statt, meist mit Jungstieren (novillos) und jungen, ungeübten Toreros. Picadores zu Pferde treten hier nur selten in Erscheinung. Volkstümlich sind die capeas, bei denen junge Männer spontan auf dem Dorfplatz ihren Mut beweisen. Die Arenen fassen bis zu 25.000 Zuschauer, die Fahrscheinpreise hängen von Reihe und Lage ab: Schatten oder Sonne ist entscheidend. Die Meinungen über den Stierkampf gehen auseinander: mal wohlwollend www.red2000.com, mal kritisch: www.vgt.at.
Stromversorgung
In Touristengebieten 220 Volt Wechselstrom, 50 Hz. Ansonsten begegnet man noch häufig 110-125 Volt.
Volkssport
An erster Stelle steht natürlich fútbol. Spanien besitzt die größten Stadien Europas, seine Clubs bilden den Stolz ihrer Heimatstädte. Weit oben rangiert aber auch der Radsport: jede Provinz, jede Gemeinde hat ihr eigenes Radrennen. Ihre eigenen Spielchen treiben die Basken: aizkolari ist Holzhacken um die Wette, palankari das Steineheben. Pelota ist schon erklärt.